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Bericht Lingerie

Hallo, mein Name ist LINGERIE, ich bin auch als WASCHKÜCHE bekannt.

Ich befinde mich im neuen Wohnheim ganz unten im Keller - was nicht heisst, dass ich meine Zeit im Dunkeln verbringe - im Gegenteil, es ist angenehm hell, warm im Sommer sowie windstill im Winter. Ich werde von Montag bis Freitag mit drei Waschmaschinen und einem Tumbler in Bewegung gehalten. Wobei der Montag (Wochenendwäsche) und der Dienstag, die intensiven Tage, grossen Einsatz von mir und meinem ganzen Team, bestehend aus Maria Bär, Marlen Hagmann und Yvonne Graf, abverlangt. Täglich beginnen wir um 7.45 Uhr mit dem Verarbeiten der Schmutzwäsche, Zusammenlegen und Bügeln der grossen Kleidungsstücke vom Vortag.

Nicht zu vergessen sind natürlich die Betreuten Arbnora, Kriemhilde, Ruth und Martin, die den drei Angestellten mit Taten und Kräften unter die Arme greifen. Arbnora und Kriemhilde sind die ganze Woche über bei uns in der Lingerie. Erstere ist die fleissige Frau beim Zusammenlegen der Leibwäsche und Aufhängen der sauberen Allgemein-, Küchen- und Reinigungswäsche. Kriemhilde ist für die "Unterhaltung" des Teams verantwortlich. Ruth beehrt uns immer dienstags und Martin unterstützt uns jeweils am Mittwoch- und Donnerstagnachmittag bei der Erledigung der anfallenden Frotteewäsche der Wohngruppen.

Um 10.00 Uhr, wenn unser "Grüppli" komplett ist, legen wir eine "Znünipause" ein, die wir grösstenteils mit dem Hausabwart und seinen Männern verbringen. Danach widmen wir uns wieder ohne Unterbruch unserer Aufgabe, bis mich mein Team um 11.20 Uhr verlässt, um im Hauptgebäude des Langeneggerhauses das gemeinsame Mittagessen einzunehmen. Wenn es dann 14.00 Uhr ist und fast alle (Kriemhilde macht noch ihren Mittagsschlaf) ihre Pausen verbracht haben und wir wieder komplett sind, beginnt bei uns im Keller schon langsam der Endspurt von einem der vielen Waschtage im Langeneggerhaus. Die saubere, gebügelte, geflickte Wäsche wird in Teamarbeit sorgsam in die roten Kistli sortiert und mit grossen Wagen auf den jeweiligen Etagen verteilt. Kriemhilde stösst nach wohlverdientem Schlaf wieder zu uns und geniesst mit uns allen noch einen Kaffee, Tee, Punsch oder Sirup. Dabei lausche und schaue ich noch meinem Team zu, wie sie meine Räume mit vielen Bastelideen verschönern. Manchmal vernehme ich auch unangenehmere Sachen, wie z.B. wenn besprochen wird, dass morgen oder in nächster Zeit viel zusätzliche Gardinenwäsche anfällt. Aber wie sagt unsere Bereichsleiterin immer so schön: „Da musst du durch!“

Nun ist es kurz vor 16.00 Uhr, der Wecker läutet. Arbnora, Ruth und Martin richten sich für den Feierabend und werden von unserem Chauffeur nach Hause gebracht. Kriemhilde wird auf ihre Wohngruppe zurück gebracht und Maria oder Marlen geben mir noch den letzten Schliff, bereiten mich für morgen, einen neuen Waschtag vor und lassen mir meine wohlverdiente Nachtruhe.

BIN NUN MÜDE, GEH ZUR RUH, SCHLIESSE MEINE TÜREN ZU!































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